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Erklärung / Studie

Fettleber – gibt´s das eigentlich auch bei schlanken Personen?

Fettleber – gibt´s das eigentlich auch bei schlanken Personen?

Fettlebererkrankungen werden meist bei übergewichtigen Personen diagnostiziert. Schlanke Individuen können aber auch eine Fettleber entwickeln.
Eine koreanische Studie ergab, dass auch etwa 18% der asymptomatisch schlanken Personen (Body-Mass-Index < 23) eine Fettleber hatten. Als einen signifikanten Risikofaktor für eine Fettleber bei diesen schlanken Patienten identifizierten die Autoren der Studie einen vermehrten Abbau von Muskelmasse und Muskelkraft und damit verbunden Bewegungseinschränkungen (Sarkopenie).
Inwieweit die molekularen Mechanismen, die bei schlanken Personen zu einer Leberverfettung führen, denen bei übergewichtigen Patienten gleichen, wird seit einiger Zeit diskutiert. Insgesamt ist diese Fragen bisher nicht geklärt. Diskutiert wird eine weniger ausgeprägte Störung im Insulinhaushalt. Desweiteren sielen möglicherweise Varianten des Erbguts, eine Fructose- und Cholesterinreiche Ernährung, vermehrt inneres Bauchfett (viszerale Adipositas) und Fettstoffwechselstörungen (Dyslipidämie) eine Rolle. Eine vermehrte Leberverfettung infolge anderer Erkrankungen wie zum Beispiel einer Hepatitis C oder einer Zöliakie müssen auch bei schlanken Probanden mit NAFLD ausgeschlossen werden.
Auch die Fettlebererkrankung bei schlanken Personen ist mit einem vermehrten Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und letztlich auch mit einer vermehrten Sterblichkeit verbunden.

Quellen: Kim et al. AASLD 2017, Abstract 59; Kumar R & Mohan S. J Clin Transl Hepatol. 5: 216-223, 2017

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