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Abnehmen / Therapie

Bewegung hilft – aber wieviel soll es sein?

Bewegung hilft – aber wieviel soll es sein?

Menschen mit einer Fettleber sind im Durchschnitt körperlich weniger aktiv als ihre gesunden Kollegen. Auch ist das gewohnte Maß an körperlicher Aktivität mit dem Fettgehalt der Leber verknüpft. Wer sich mehr bewegt, hat in der Regel weniger Leberfett. Beides gute Gründe anzunehmen, dass bei Patienten, die an einer Fettleber leiden, eine Steigerung der Bewegung zur Behandlung der Fettlebererkrankung hilfreich ist.
Bereits bei leichter sportlicher Betätigung wie langsames Schwimmen, Fahrradfahren oder langsamem Dauerlauf, langsamem Schwimmen etc. kommt es im Körper zu einer Umkehr der Stoffwechselprozesse, die eine Fettleber verursachen. So erhöht sich unter leichtem Sport zum Beispiel die Empfindlichkeit der Muskulatur für Insulin, einem wichtigen Hormon im Zuckerstoffwechsel. Die Unempfindlichkeit (Resistenz) gegenüber Insulin ist einer der wesentlichen Faktoren für die Entstehung der Fettleber. Interessanterweise ist in mehreren Studien gezeigt geworden, dass vermehrte Bewegung eine Verminderung des Leberfetts auch unabhängig vom Gewichtsverlust ermöglicht. Deshalb ist die Steigerung der Bewegung ein ganz wichtiger Ansatz zur Behandlung einer Fettleber.
Wieviel Bewegung für eine Umkehr der Stoffwechselprozesse notwendig ist, bleibt nach wie vor unklar. Derzeit empfehlen medizinische Fachartikel zum Beispiel fünfmal wöchentlich 30 Minuten gemäßigtes Training, also Schwimmen, Radfahren oder ein zügiger Spaziergang. Patienten, die diese Empfehlung konsequent umsetzen, können innerhalb eines Jahres (48 Wochen) mit einem durchschnittlichen Gewichtsverlust von 9 % rechnen. Ein Patient mit 100 kg wiegt also nach einem Jahr nur noch 91 kg. Dies reicht in aller Regel aus, um eine Verbesserung der Fettleber zu erreichen.
Da es für viele Patienten, z.B. solche die beruflich sehr eingespannt sind, in der Realität leichter ist, die Bewegung in Ihren Alltag zu integrieren, hat sich alternativ eine Empfehlung herauskristallisiert, täglich mehr als 10 000 Schritte zu machen. Schrittzähler können kostenlos auf jedes Smartphone geladen werden oder sind in entsprechenden Fitnessarmbändern (Fitnesstracker) enthalten. Laufen Sie zum nächsten Termin, nehmen Sie die Treppen statt des Aufzugs und bleiben Sie in Bewegung!

Quellen: Zelber-Sagi S Hepatology 48: 1791–8, 2008; Hsieh SD Circulation 97: 661–5, 1998; Perseghin G Diabetes Care 30: 683–8, 2007; Kirwan JP Am J Physiol Endocrinol Metab 297: E151–6, 2009; Van Der Heijden GJ Med Sci Sport Exerc 42: 1973–80, 2010; Pomrath K,et al. Hepatology 51: 121–9, 2010

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